Gibt es Übergangsfristen für bestehende Websites?
Kurz und einfach erklärt
Nur zum Teil. Es gibt eine Regel für den Übergang. Sie gilt für Waren, die schon vorher im Einsatz waren. Sie gilt auch für alte Verträge, solange sie gleich bleiben.
Für Websites selbst gibt es keine eigene Übergangszeit. Neue Verträge müssen gleich barrierefrei sein.
Wir raten darum: Warten Sie nicht. Wer früh anfängt, hat weniger Druck.
Nur eingeschränkt: Das BFSG sieht eine Übergangsregelung vor (§ 38 BFSG). Produkte, die ein Dienstleister bereits vor dem 28. Juni 2025 rechtmäßig für seine Dienstleistung eingesetzt hat, darf er bis zum 27. Juni 2030 weiter nutzen; vor dem 28. Juni 2025 geschlossene Dienstleistungsverträge dürfen bis zu ihrem Ablauf unverändert fortbestehen, längstens ebenfalls bis zum 27. Juni 2030. Diese Frist wird oft missverstanden: Sie ist kein genereller Aufschub für alle bestehenden Websites.
Neue Dienstleistungsverträge, die ab dem Stichtag geschlossen werden, müssen sofort konform sein, und Altverträge sind nur geschützt, solange sie unverändert fortbestehen. Eine eigene Übergangsfrist für Websites als solche sieht das Gesetz nicht vor. Wer seine Website ohnehin überarbeitet, sollte die Anforderungen deshalb gleich mit umsetzen.
In der Praxis empfehlen wir, nicht auf 2030 zu warten. Eine frühzeitige barrierefreie Optimierung verteilt den Aufwand, vermeidet Zeitdruck und sichert Sie rechtlich besser ab.