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Barrierefreie Bildung: WCAG 2.2 und BFSG für Hochschulen und Lernplattformen

Lernmanagementsysteme, Videovorlesungen, Prüfungsportale und PDF-Skripte müssen für alle Studierenden zugänglich sein — je nach Träger und Angebot verlangen das BFSG oder die Vorschriften für öffentliche Stellen. Wir prüfen nach WCAG 2.2 AA, priorisieren und setzen barrierefreie Lernumgebungen technisch um, mit einem WCAG-Audit ab 2.480 € Festpreis.

WCAG-2.2-Audit ab 2.480 € Festpreis Prüfung nach WCAG 2.2 AA und EN 301 549 Eigene Erklärung zur Barrierefreiheit veröffentlicht

Kurz und einfach erklärt

Diese Seite ist für Hochschulen und Anbieter von Kursen im Netz. Es geht um Lernplattformen, Videos, Skripte und Prüfungen.

Alle Studierenden sollen diese Angebote nutzen können. Auch Menschen mit Behinderung. Für private Anbieter gilt oft das BFSG. Das ist ein Gesetz. Für staatliche Hochschulen gelten eigene Regeln.

Wir prüfen Ihre Systeme nach den WCAG. Das sind Regeln für barrierefreie Webseiten. Wir sehen zum Beispiel, ob Videos Untertitel haben. Und ob man Tests mit der Tastatur machen kann.

Sie bekommen einen Plan, was zuerst dran ist. Wir helfen bei der Umsetzung und schulen Ihre Lehrkräfte.

Sie haben Fragen? Schreiben Sie uns oder rufen Sie uns an.

Kennzahlen

EN 301 549

Prüfgrundlage

WCAG 2.2 AA

Prüfmaßstab

Festpreis

Audit-Angebot nach Sichtung Ihrer Systeme

28.06.2025

BFSG-Stichtag

Barrierefreiheit für Bildungseinrichtungen

ab 2.480 € Festpreis netto
  • WCAG-2.2-AA-Audit von LMS, Prüfungsportal, Videovorlesungen und PDF-Skripten
  • Priorisierter Maßnahmenplan nach Schweregrad und rechtlichem Risiko
  • Barrierefreiheitserklärung nach BITV und BFSG für 390 € Festpreis

WCAG-2.2-Audit (KMU bis 30 Seiten). Einstieg mit dem BFSG-Quick-Check für 490 €; barrierefreie Umsetzung (Remediation) für LMS, Videos und Portale ab 4.900 € netto. Konkretes Festangebot nach Sichtung Ihrer Systeme.

Preisstand: Oktober 2026.

Barrierefreiheit im Bildungsbereich ist keine freiwillige Leistung, sondern eine rechtliche und ethische Verpflichtung. Für private Anbieter, die Online-Kurse an Verbraucher verkaufen, gilt das Barrierefreiheitsstärkungsgesetz (BFSG), für öffentliche Hochschulen gelten die Vorschriften für öffentliche Stellen; als technischer Maßstab dient in beiden Fällen die EN 301 549. Studierende mit Seh-, Hör- oder motorischen Beeinträchtigungen dürfen durch schlecht zugängliche Lernplattformen, untertitellose Videovorlesungen oder nicht navigierbare Prüfungsportale keinen Nachteil erfahren. Wir begleiten Bildungseinrichtungen vom systematischen Audit bis zur barrierefreien Umsetzung.

WCAG 2.2 AA · BFSG · Bildung
Bausteine einer barrierefreien Lernplattform
Sechs Zugänglichkeits-Bausteine, auf die es in digitalen Lernumgebungen ankommt
Barrierefreie Lernplattform · WCAG 2.2 AA
LMS-Kursnavigation · TastaturVideovorlesungen · UntertitelPDF-Skripte · PDF/UAPrüfungsportal · Zeitlimit verlängerbarMathematik · MathML statt BildStudierendenportal · Formular-Labels
Befunde gesamt56priorisiert
ZielWCAG 2.2 AAnach Umsetzung
BefundlisteSchweregradabsteigend sortiert
WCAG-2.2-Auditab 2.480 € Festpreis
Prüfberichtpriorisiert und nachprüfbar
Barrierefreiheits-Audit einer Lernplattform: sechs Prüfbereiche, Befunde nach Schweregrad und Ziel der Umsetzung. Beispielhafte Darstellung — Werte illustrativ.

Unser Prüfmaßstab: WCAG 2.2 AA

WCAG 2.2 AA umfasst die Anforderungen der WCAG 2.1 AA, auf die sich die EN 301 549 bisher stützt; die neue Fassung V4.1.1 übernimmt WCAG 2.2. Unsere eigene Website bewerten wir selbst nach WCAG 2.2 AA; Stand und bekannte Einschränkungen stehen in unserer Erklärung zur Barrierefreiheit. Für private Bildungsanbieter, die online an Verbraucher verkaufen, gilt das BFSG seit dem 28. Juni 2025; bei Verstößen drohen Bußgelder von bis zu 100.000 € (BFSG §37). Ein systematisches Audit dokumentiert den Stand Ihrer Systeme und die nötigen Maßnahmen.

Besondere Herausforderungen im Bildungssektor

Bildungseinrichtungen betreiben eine Vielzahl digitaler Systeme gleichzeitig: Lernmanagementsysteme wie Moodle, ILIAS oder Canvas, Videokonferenz-Plattformen für Vorlesungen, Prüfungsportale, Bibliothekskataloge, Studierendenportale und die Haupt-Webseite. Diese Systeme sind häufig gewachsene IT-Landschaften, bei denen Barrierefreiheit historisch keine Priorität hatte. Gleichzeitig ist die Nutzergruppe besonders heterogen: Studierende mit Lernschwächen, motorischen Einschränkungen, Sehbehinderungen oder chronischen Erkrankungen sind ebenso zu berücksichtigen wie internationale Studierende, die von strukturierter Sprachqualität profitieren.

Hinzu kommt die besondere Bedeutung von Prüfungssituationen: Ein nicht barrierefreies Prüfungsportal kann dazu führen, dass ein Studierender mit Einschränkungen eine Prüfung nicht regulär ablegen kann. Das ist nicht nur ein WCAG-Verstoß, sondern kann rechtliche Konsequenzen für die Einrichtung haben. Nach § 2 Abs. 4 des Hochschulrahmengesetzes tragen Hochschulen dafür Sorge, dass Studierende mit Behinderung in ihrem Studium nicht benachteiligt werden und die Angebote der Hochschule möglichst ohne fremde Hilfe nutzen können. Die BFSG-Anforderungen für private Bildungsanbieter ergänzen diese Pflicht ab dem 28. Juni 2025.

Lernmanagementsysteme

Moodle, ILIAS, Canvas und vergleichbare LMS müssen für Tastatur, Screenreader und assistive Technologien zugänglich sein. Kursnavigation, Aufgabenabgabe, Foren und Noten-Ansicht sind typische Problemzonen, die wir gezielt prüfen und optimieren.

Videovorlesungen und Webcasts

Aufgezeichnete Vorlesungen und Livestreams brauchen korrekte Untertitel; Transkripte erleichtern zusätzlich den Zugang. Wir prüfen Untertitelqualität, Medienplayer-Zugänglichkeit und die Integration in Lernplattformen nach WCAG 1.2 (zeitbasierte Medien).

Lernmaterialien und Skripte

Lecture-PDFs, Präsentationen und Skripte müssen nach PDF/UA strukturiert sein: korrekte Tag-Struktur für Überschriften und Tabellen, Alternativtexte für Grafiken und Formeln, logische Lesereihenfolge. Besonders mathematische Formeln stellen spezifische Anforderungen.

Prüfungsportale und E-Assessments

Online-Prüfungen müssen für alle Prüflinge gleichermaßen zugänglich sein. Zeitlimits müssen sich in der Regel abschalten, anpassen oder verlängern lassen (WCAG 2.2.1), Multiple-Choice-Fragen müssen als korrekte Radio-Gruppen implementiert sein, und Ergebnis-Rückmeldungen müssen programmatisch verknüpft sein.

Studierendenportale und Verwaltung

Immatrikulations-, Rückmelde- und Prüfungsanmeldungsportale müssen für alle Studierenden zugänglich sein. Formularfelder mit Labels, verständliche Fehlermeldungen und klare Prozessführung sind bei administrativen Portalen unverzichtbar.

Hochschulwebseiten und Außenauftritt

Die institutionelle Webseite mit Studiengangs-Informationen, Bewerbungsportalen und Veranstaltungskalendern ist der erste Berührungspunkt. Schlechte Zugänglichkeit hier schreckt potenzielle Studierende bereits vor der Immatrikulation ab.

Videovorlesungen und zeitbasierte Medien zugänglich machen

Zeitbasierte Medien – Vorlesungsaufzeichnungen, Erklärvideos, Webinare und Livestreams – sind im Bildungsbereich besonders kritisch, weil sie den Kerninhalt des Lernens transportieren. WCAG 1.2 widmet sich vollständig dieser Kategorie und legt klare Anforderungen fest: Untertitel für alle voraufgezeichneten Videos (1.2.2), Audiodeskription für visuelle Inhalte, die für das Verständnis wesentlich sind (1.2.3 und 1.2.5), und Transkripte für reine Audioinhalte (1.2.1). Auf Stufe AA kommen synchronisierte Audiodeskriptionen hinzu.

Automatisch generierte Untertitel transkribieren Fachjargon, Eigennamen und mathematische Ausdrücke häufig fehlerhaft. Unkorrigiert sind sie für gehörlose oder höreingeschränkte Studierende kaum brauchbar und müssen manuell nachbearbeitet werden. Wir prüfen die Untertitelqualität bestehender Materialien, beraten bei der Auswahl geeigneter Untertitel-Workflows und schulen Ihr Lehrpersonal in der Erstellung zugänglicher Video-Inhalte. Für den Medienplayer selbst prüfen wir Tastaturzugänglichkeit, die Ausgabe für Screenreader und die Volumenregelung per Tastatur.

Zugängliche Videovorlesungen: was konkret geprüft wird

Untertitel, Transkript und Audiodeskription

Eine barrierefreie Videovorlesung geht über automatisch generierte Untertitel hinaus. Wir prüfen Qualität, Genauigkeit und Synchronität der Untertitel sowie die Zugänglichkeit des Mediaplayers selbst und schulen das Lehrpersonal in der Erstellung WCAG-konformer Video-Materialien.

  • Untertitelqualität und Fachbegriff-Korrektheit geprüft
  • Transkripte für alle Aufzeichnungen in zugänglichem Format
  • Mediaplayer per Tastatur vollständig bedienbar (Play, Pause, Lautstärke)
  • Audiodeskription für visuelle Lehrinhalte (Formeln, Grafiken, Demonstrationen)
WCAG 1.2 · Zeitbasierte MedienCC aktiv
1.2.1 Audioinhalte und Transkript
1.2.2 Untertitel (aufgezeichnet)
1.2.3 Audiodeskription offen
1.2.4 Live-Untertitel
1.2.5 Audiodeskription AA offen
Fachbegriff-Genauigkeit78 %
Player per Tastatur vollständig bedienbargeprüft

Lernmanagementsysteme: Zugänglichkeit im LMS-Kern

Das LMS ist das Herzstück der digitalen Lehre. Moodle, ILIAS und Canvas haben unterschiedliche Ausgangspositionen bezüglich Barrierefreiheit. Moodle und ILIAS haben in den letzten Versionen viele Barrieren abgebaut. Lücken können dennoch bleiben, etwa bei komplexen Aktivitäten wie Glossaren, Datenbanken, Tests und H5P-Inhalten oder bei eingebetteten externen Tools. Wie zugänglich eine Plattform tatsächlich ist, hängt stark von Version, Theme, Plugins und Konfiguration ab.

Wir führen LMS-Audits durch, die nicht nur die Oberfläche betrachten, sondern den kompletten Lernpfad: Kurs-Einschreibung, Navigation zwischen Lektionen, Aufgabenabgabe mit Datei-Upload, Foreninteraktion, Quiz-Durchführung und Notenansicht. Besondere Aufmerksamkeit gilt dynamischen Inhalten: Wenn eine Aufgabe eingereicht wird und eine Bestätigungsmeldung erscheint, muss diese programmatisch angekündigt werden (ARIA-Live-Region). Wenn ein Quiz ein Zeitlimit hat, muss es sich in der Regel abschalten, anpassen oder verlängern lassen (WCAG 2.2.1). Diese Anforderungen werden in Standard-LMS-Konfigurationen häufig übersehen.

Kurs-Navigation und Struktur

Kursmenüs, Lektionspfade und Seitenhierarchien müssen per Tastatur navigierbar und für Screenreader strukturell verständlich sein. Breadcrumbs, Skip-Links und eine konsistente Überschriftenhierarchie sind unverzichtbar.

Quizze und Tests

Multiple-Choice-Fragen als Radio-Gruppen, Zeitlimits mit Verlängerungsmöglichkeit (WCAG 2.2.1), Fehler-Feedback programmatisch verknüpft. Ergebnis-Ansichten müssen für Screenreader lesbar und ausreichend kontrastreich sein.

Aufgaben-Abgabe und Feedback

Datei-Upload-Felder mit korrekten Labels und ARIA-Beschreibungen. Bestätigungsmeldungen als ARIA-Live-Ankündigungen. Feedback von Lehrenden in zugänglichem Format, das auch mit assistiven Technologien vollständig lesbar ist.

Foren und Diskussionen

Diskussionsforen als häufig genutzte Lernkomponente müssen Antwort-Threads korrekt hierarchisch strukturiert und Benachrichtigungen zugänglich sein. Neue Beiträge müssen ohne Maus erkennbar und lesbar sein.

Noten und Lernfortschritt

Notenbücher und Fortschrittsanzeigen in LMS müssen als Tabellen mit korrektem Header-Markup oder als beschriftete Listen umgesetzt sein. Balkendiagramme und Prozentzahlen brauchen Textalternativen.

Materialienbibliothek

Download-Bereiche für Skripte, Folien und Materialien müssen zugänglich sein. Dateinamen müssen aussagekräftig sein, Dateitypen programmatisch benannt werden und Downloads ohne Maus auslösbar sein.

Prüfungsgleichstellung und Recht

Nicht barrierefreie Prüfungsportale können als Verstoß gegen das Diskriminierungsverbot gewertet werden. Nach § 2 Abs. 4 HRG tragen Hochschulen dafür Sorge, dass Studierende mit Behinderung im Studium nicht benachteiligt werden. Studierende können Nachteilsausgleich einfordern und bei dauerhafter Benachteiligung rechtliche Schritte einleiten. Eine systematische Prüfung und Dokumentation hält fest, wo Barrieren bestehen und wie die Einrichtung sie abbaut.

Mathematische Formeln und STEM-Inhalte barrierefrei machen

Mathematische und naturwissenschaftliche Inhalte stellen besondere Anforderungen an die Barrierefreiheit. Formeln, die als Bild eingebettet sind, sind für Screenreader vollständig unzugänglich. MathML ist der W3C-Standard für zugängliche Mathematik im Web und wird von modernen Screenreadern wie NVDA mit MathPlayer unterstützt. LaTeX-basierte Systeme können über MathJax auf barrierefreie MathML-Ausgabe umgestellt werden, was in Moodle und ILIAS konfigurierbar ist.

Wir unterstützen Fachbereiche mit STEM-Schwerpunkt bei der Umstellung ihrer digitalen Materialien: Migration von Formel-Bildern zu MathML, Konfiguration von MathJax in LMS-Umgebungen, Schulung von Lehrenden im Umgang mit barrierefreiem Formelsatz und Prüfung interaktiver Simulationen und Grafiken auf Zugänglichkeit. Chemische Strukturformeln und physikalische Diagramme benötigen qualitative Textbeschreibungen, die den Inhalt für blinde Studierende verständlich machen. Diese Textbeschreibungen erfordern Fachwissen, das wir im Rahmen von Schulungen an das Lehrpersonal weitergeben.

Wo steht Ihre digitale Lernumgebung heute?

Rechtlicher Rahmen für Bildungseinrichtungen

Für Bildungseinrichtungen gilt ein gestaffeltes System aus Rechtsgrundlagen. Öffentliche Hochschulen unterliegen den Vorschriften für öffentliche Stellen: Hochschulen des Bundes der BITV 2.0, Hochschulen der Länder dem jeweiligen Landesrecht. Private Bildungsträger, Online-Kurs-Anbieter und Weiterbildungsplattformen, die online an Endverbraucher verkaufen, müssen seit dem 28. Juni 2025 das BFSG einhalten, sofern sie keine Kleinstunternehmen sind. Erfasst sind dabei nicht nur Websites, sondern auch mobile Apps, über die solche Angebote vertrieben und erbracht werden.

  • BFSG gilt seit 28. Juni 2025 für Online-Kursanbieter, die an Endverbraucher verkaufen (ausgenommen Kleinstunternehmen)
  • BITV 2.0 gilt für öffentliche Stellen des Bundes, Hochschulen der Länder unterliegen dem jeweiligen Landesrecht
  • BGG §12a verpflichtet öffentliche Stellen des Bundes, Websites und mobile Anwendungen barrierefrei zu gestalten
  • Erklärung zur Barrierefreiheit für öffentliche Stellen Pflicht (BITV 2.0 bzw. Landesrecht)
  • Technischer Referenzstandard ist die EN 301 549, die auf den WCAG aufbaut; unser Prüfmaßstab ist WCAG 2.2 AA
  • Nachteilsausgleich für Studierende entbindet die Einrichtung nicht von Barrierefreiheitspflichten

Unser Audit-Vorgehen für Bildungseinrichtungen

Gemeinsam erfassen wir alle digitalen Touchpoints Ihrer Einrichtung: LMS, Webseite, Prüfungsportal, Bibliothekssystem, Apps und E-Learning-Materialien. Wir priorisieren nach Nutzungshäufigkeit und rechtlichem Risiko, sodass die prüfungsrelevanten Systeme zuerst analysiert werden. Web-Oberflächen prüfen wir im Browser; bei nativen Apps begleiten wir die Entwicklung, Tests auf echten Geräten gehören nicht zu unserer Prüfung.

KriteriumOhne systematisches AuditMit BFSG-Experte
Rechtliches RisikoBarrieren unentdeckt, AbmahnrisikoBarrieren nach WCAG 2.2 AA dokumentiert und priorisiert
PrüfungsportaleNachteilsausgleich rein reaktivPrüfung auf Zugänglichkeit vor der Prüfungsphase
VideovorlesungenAutomatische Untertitel, fehlerhaftUntertitel und Transkript geprüft
LMS (Moodle, ILIAS, Canvas)Standardkonfiguration mit LückenTheme- und Konfigurations-Fixes im Kern
BarrierefreiheitserklärungTextgerüst ohne PrüfgrundlageAuf Basis echter Prüfung, für 390 €
KostenrahmenUnklar, projektabhängigWCAG-Audit ab 2.480 € Festpreis

Barrierefreiheit als Qualitätsmerkmal in der Lehre

Barrierefreie Lernumgebungen kommen nicht nur Studierenden mit Behinderungen zugute. Klare Videostruktur mit Kapitelmarken hilft allen, die eine Vorlesung nicht vollständig anschauen können. Transkripte ermöglichen effizienteres Lernen und erleichtern die Prüfungsvorbereitung. Korrekte Überschriftenhierarchien in Skripten verbessern die Navigation für alle. Zugängliche Prüfungsportale reduzieren technischen Stress in Prüfungssituationen. Diese Nebeneffekte sprechen dafür, Barrierefreiheit nicht als Sonderfall zu behandeln, sondern als Standard in der didaktischen Qualitätssicherung zu verankern.

Hochschulen und Bildungseinrichtungen, die frühzeitig in Barrierefreiheit investieren, erreichen zudem eine größer gewordene Gruppe: Der Anteil der Studierenden mit studienerschwerender gesundheitlicher Beeinträchtigung stieg von 8 Prozent im Jahr 2011 auf rund 16 Prozent im Jahr 2021 (DZHW, best3, 2023). Einrichtungen, die eine zugängliche Lernumgebung anbieten, können ihre Attraktivität für diese Studierenden erhöhen und erfüllen zugleich den gesetzlichen Rahmen. Der Aufwand für die Umsetzung ist in der Regel geringer, wenn Barrierefreiheit früh im Entwicklungsprozess berücksichtigt wird; unseren Projektansatz beschreiben wir unter Referenzen.

Für Bildungseinrichtungen, die eine umfassende Barrierefreiheitsstrategie entwickeln möchten, bieten wir ergänzend zur technischen Umsetzung strategische Beratung an: Definition von Qualitätsstandards für neue Materialien, Einrichtung von Prüfprozessen in der Kursentwicklung, Aufbau interner Kompetenzen für nachhaltiges Barrierefreiheitsmanagement und kontinuierliches Monitoring aller digitalen Zugangspunkte. Das Ziel ist eine Bildungseinrichtung, die Barrierefreiheit nicht als externe Auflage sieht, sondern als Teil ihrer pädagogischen Haltung.

Lehrmaterial, Videos und E-Books

Aufgezeichnete Vorlesungen brauchen mehr als eine automatische Untertitelung — was dazugehört, beschreibt der Beitrag zu Untertiteln und Transkripten. Für Skripte und Handouts ist der Beitrag zu barrierefreien PDFs der passende Einstieg, ergänzt um die Leistungsseite PDF-Barrierefreiheit. Wo Verlage und Hochschulen digitale Lehrbücher ausliefern, greifen zusätzlich die Regeln aus dem Beitrag zu E-Books und EPUB-Pflichten nach BFSG.

Das Wichtigste in Kürze

  • Barrierefreie Bildung nach WCAG 2.2 AA betrifft LMS, Videovorlesungen, Prüfungsportale, PDF-Skripte und die Hochschul-Website gleichermaßen
  • Das BFSG gilt für private Bildungsanbieter, die online an Verbraucher verkaufen, seit dem 28. Juni 2025; Bußgelder bis 100.000 € (BFSG §37)
  • WCAG-2.2-Audit ab 2.480 € Festpreis (KMU bis 30 Seiten), Einstieg per BFSG-Quick-Check für 490 €
  • Barrierefreie Umsetzung für Lernumgebungen ab 4.900 €, Barrierefreiheitserklärung zum Festpreis von 390 €
  • Zeitbasierte Medien (Untertitel, Transkript, Audiodeskription) und Zeitlimits in Prüfungsportalen gehören zu den kritischen Prüfpunkten

Häufige Fragen zur Barrierefreiheit in der Bildung

So könnte die Website einer Rehaklinik aussehen

Der Entwurf zeigt Aufbau und Bedienung: Abteilungen zum Durchschalten, der Weg vom Befund bis zur Anreise, ein Wochenplan und nachprüfbare Angaben zur Zugänglichkeit. Die Klinik darin ist erfunden.

Entwurf
Rehabilitationsklinik

Rehaklinik mit Antragsweg und nachprüfbaren Angaben

Ein Entwurf für eine Rehabilitationsklinik: drei Fachbereiche lassen sich durchschalten, der Weg vom ärztlichen Befundbericht über den Antrag beim Kostenträger bis zum Anreisetag steht in vier Schritten. Eine Woche im Haus ist als Tagesplan abgebildet, dazu Zimmer, Besuchszeiten und Angebote für Angehörige. Der Abschnitt zur Barrierefreiheit nennt Türbreiten, Aufzugsmaße und Notrufe statt einer pauschalen Zusage.

FachbereicheAntragswegWochenplanNachprüfbare Maße

Exemplarische Layoutentwürfe zur Veranschaulichung. Die gezeigten Betriebe sind erfunden; es handelt sich nicht um Kundenprojekte.

Worum geht es?

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