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Barrierefreie PDFs: Dokumente, die auch per Screenreader lesbar sind

Fehlende Tags, falsche Lesereihenfolge und unbeschriftete Formularfelder machen PDFs für Screenreader-Nutzer unbrauchbar. Wir bereiten Ihre Dokumente nach dem PDF/UA-Standard auf — geprüft gegen das Matterhorn-Protokoll und ab 4,90 € je Seite.

Ab 4,90 € je Seite PDF/UA · ISO 14289-1 Eigene Erklärung zur Barrierefreiheit veröffentlicht

Kurz und einfach erklärt

Auf dieser Seite geht es um barrierefreie PDFs. Ein PDF ist eine Datei. Das kann zum Beispiel ein Formular oder ein Vertrag sein.

Viele PDFs kann ein Screenreader nicht gut lesen. Ein Screenreader ist ein Programm. Es liest den Text laut vor.

Wir bauen Ihre PDFs so um, dass ein Screenreader sie lesen kann. Wir legen fest, in welcher Folge der Text gelesen wird. Bilder bekommen einen Text. Felder im Formular bekommen einen Namen.

Wir prüfen die Dateien mit einem Werkzeug und nach festen Regeln. Wir helfen auch, wenn Sie sehr viele alte Dateien haben.

Senden Sie uns ein PDF als Beispiel. Das erste Gespräch kostet nichts. Schreiben Sie uns oder rufen Sie uns an.

Kennzahlen

EN

301 549 · Anforderungen an Dokumente

ISO

14289-1 · PDF/UA-Standard

136

Fehlerbedingungen im Matterhorn-Protokoll

WCAG

Bezug und Schweregrad für jeden Befund im Bericht

Transparenter Festpreis

ab 4,90 € je Seite (Standard-Layou
  • Standard-Text-PDF: 4,90 € je Seite
  • Formulare, Tabellen, komplexe Layouts: 9,90 bis 14,90 € je Seite
  • Dokumentenbestände: gestaffelter Mengenpreis nach Sichtung

zzgl. Mindestpauschale 149 € je Dokument (Setup, PAC-2024-Prüfung, Metadaten). Komplexe Dokumente mit Formularen oder Tabellen 9,90 bis 14,90 € je Seite nach Sichtung. Bei Verstößen gegen das BFSG drohen nach § 37 Bußgelder von bis zu 100.000 €. Alle Preise netto zzgl. USt.

Preisstand: Oktober 2026.

Das Barrierefreiheitsstärkungsgesetz (BFSG) gilt nicht nur für Websites: Auch die digitalen Informationen, die zur Erbringung einer Dienstleistung erforderlich sind, müssen wahrnehmbar, bedienbar, verständlich und robust bereitgestellt werden (§ 12 BFSGV). Dazu können auch PDFs zählen, die im Rahmen der Dienstleistung zum Download angeboten werden – etwa Verträge, Formulare, Produktblätter, Preislisten. Als technischer Maßstab dient üblicherweise die EN 301 549; bei PDFs setzt man ihre Anforderungen meist über den PDF/UA-Standard um. Ohne korrekte Tagging-Struktur, durchgängige Lesereihenfolge und beschreibende Alternativtexte sind diese Dokumente für viele Menschen mit Behinderungen, etwa Screenreader-Nutzer, kaum oder gar nicht nutzbar. Gut jeder achte Einwohner in Privathaushalten hatte 2019 eine amtlich anerkannte Behinderung, das sind 13 Prozent (Statistisches Bundesamt, Mikrozensus 2019). Unsere Aufbereitung startet bei 4,90 € je Seite (Standard-Layout). Unsere eigene Website bewerten wir selbst nach WCAG 2.2 AA; Stand und bekannte Einschränkungen stehen in unserer Erklärung zur Barrierefreiheit.

Was barrierefreie PDFs von gewöhnlichen PDFs unterscheidet

PDF/UA · ISO 14289 · Matterhorn-Protokoll
Die Bausteine eines barrierefreien PDF
Ein zugängliches Dokument entsteht aus dem Zusammenspiel dieser Merkmale
PDF/UA-konformes Dokument
Getaggte Struktur · H1–H6, P, L, TableLogische LesereihenfolgeAlt-Texte für GrafikenDokumentsprache de-DEKontrast ≥ 4,5:1Beschriftete FormularfelderTitel & MetadatenLesezeichen & Navigation
Matterhorn-Prüfpunkte31/31bestanden
Getaggte Seiten48/48vollständig
Offene Fehler07 behoben
Festpreis PDF/UAab 4,90 € je Seite
PAC 2024Maschinelle Prüfung bestanden
Beispielhaftes PDF/UA-Prüfprotokoll: Bausteine eines barrierefreien PDF, Matterhorn-Prüfpunkte und Befundstatus auf einen Blick. Werte illustrativ.

Ein gewöhnliches PDF kann auf dem Bildschirm genauso aussehen wie ein barrierefreies PDF – der entscheidende Unterschied liegt in der unsichtbaren Dokumentstruktur. Screenreader wie NVDA, JAWS oder VoiceOver lesen keine visuellen Layouts, sondern benötigen eine logische Struktur aus Tags, die dem Dokument semantische Bedeutung verleihen. Fehlen diese Tags oder sind sie falsch gesetzt, erhält ein Screenreader-Nutzer statt strukturierter Information ein Rauschen aus unverbundenem Text, übersprungenen Inhalten oder gar keiner Ausgabe.

Besonders tückisch: Viele PDFs wurden ursprünglich für den Druck erstellt, nicht für den digitalen Konsum. In Adobe InDesign, Microsoft Word oder einem CAD-System erstellte Dokumente, die als PDF exportiert werden, enthalten ohne bewusstes Barrierefreiheits-Setup häufig keine oder nur lückenhafte Struktur-Tags. Der Export-Knopf reicht nicht aus – es braucht einen durchdachten Produktionsprozess, der Barrierefreiheit von Anfang an integriert. Unser Team begleitet Sie dabei, barrierefreies Design auch in der Dokumentproduktion zu verankern.

Die vier Kernbereiche barrierefreier PDF-Dokumente

Struktur-Tags und Dokumenthierarchie

Jedes inhaltliche Element eines PDFs muss mit einem Tag versehen sein, der seine Bedeutung definiert: <H1> bis <H6> für Überschriften, <P> für Absätze, <L> und <LI> für Listen, <Table> mit <TH> und <TD> für Tabellen. Dekorative Elemente erhalten das Artifact-Tag, damit Screenreader sie nicht vorlesen. Die Tag-Hierarchie muss dem visuellen Layout entsprechen und eine konsistente Dokumentgliederung abbilden.

Lesereihenfolge und Tab-Reihenfolge

Screenreader folgen der im Dokument-Baum festgelegten Lesereihenfolge, nicht der visuellen Anordnung. Bei mehrspaltigen Layouts, Seitenleisten, Fußnoten und komplex platzierten Grafikbeschriftungen muss die Reihenfolge der Tags exakt der semantischen Leserichtung entsprechen. Zusätzlich muss die Tab-Reihenfolge in interaktiven PDFs mit Formularfeldern korrekt gesetzt sein.

Alternativtexte für Grafiken und Bilder

Jedes informationstragende Bild, jede Infografik, jede Tabellengrafik und jedes Logo muss einen beschreibenden Alternativtext tragen, der den visuellen Inhalt für Screenreader-Nutzer adäquat übermittelt. Dekorative Bilder erhalten kein Alt-Text-Feld, sondern das Artifact-Tag. Wir prüfen und formulieren Alt-Texte nach den Anforderungen des WCAG-Erfolgskriteriums 1.1.1 Non-text Content.

Zugängliche Formulare und interaktive Elemente

PDF-Formulare mit Eingabefeldern, Checkboxen, Dropdown-Menüs und Unterschriftenfeldern erfordern besondere Sorgfalt: Jedes Feld braucht einen Tooltip (Beschriftung), der von Screenreadern vorgelesen wird. Pflichtfelder müssen als solche gekennzeichnet sein. Die Tab-Reihenfolge muss der logischen Formularstruktur entsprechen. Fehlermeldungen müssen programmatisch verknüpft sein.

Vorher und nachher: aus einer Barriere wird ein zugängliches Dokument

Der Unterschied zwischen einem gewöhnlichen und einem barrierefreien PDF ist auf dem Bildschirm oft kaum zu sehen — für Screenreader-Nutzer aber entscheidend. Wir überführen fehlende Beschriftungen, unklare Lesereihenfolgen und zu schwache Kontraste in eine geprüfte PDF/UA-Struktur; das gewohnte Erscheinungsbild Ihres Dokuments bleibt dabei weitgehend erhalten.

  • Formularfelder erhalten Beschriftungen (Tooltips) und eine logische Tab-Reihenfolge
  • Fehlende Tags werden ergänzt, die Lesereihenfolge im Dokument-Baum korrigiert
  • Grafiken bekommen aussagekräftige Alt-Texte nach WCAG-Erfolgskriterium 1.1.1
Vorher · Beispielformular7 Barrieren
Formularfelder ohne Beschriftung
Keine Tags — Lesereihenfolge unklar
Grafiken ohne Alt-Text
Kontrast 2,8:1 unter Mindestwert
VS
Nachher · BeispielformularPDF/UA-konform
Alle Felder beschriftet, Tab-Reihenfolge gesetzt
Vollständige Tag-Struktur, Lesereihenfolge korrekt
Alt-Texte für alle Grafiken
Kontrast auf 4,6:1 angehoben

Unser Prozess: Von der Analyse bis zum geprüften Dokument

Wir analysieren Ihre bestehenden PDFs mit dem PAC-Tool (PDF Accessibility Checker) und Adobe Acrobat Pro. Jedes Dokument erhält einen Befundbericht mit identifizierten Barrieren, WCAG-Referenzen und einem Schweregrad-Rating. So verstehen Sie genau, wo Handlungsbedarf besteht, bevor wir mit der Arbeit beginnen.

Ein Dokument, ein Festpreis-Angebot

PDF/UA-Standard: Was ISO 14289-1 verlangt

Der PDF/UA-Standard (Universelle Zugänglichkeit) ist als ISO-Norm 14289-1 seit 2012 veröffentlicht und bildet die technische Grundlage für barrierefreie PDF-Dokumente. Er legt die technischen Anforderungen an zugängliche PDF-Dateien fest und ergänzt damit die WCAG für das PDF-Format. Prüfbar wird die Norm über das sogenannte Matterhorn-Protokoll: 31 Prüfpunkte mit insgesamt 136 Fehlerbedingungen, von denen ein Teil per Software und ein Teil in der Regel nur durch menschliche Beurteilung prüfbar ist. PDFs, die das Matterhorn-Protokoll bestehen, schaffen die technische Grundlage für die Angaben in einer Barrierefreiheitserklärung nach BFSG.

BFSG und PDF-Dokumente

Das Barrierefreiheitsstärkungsgesetz gilt für bestimmte Produkte, die nach dem 28. Juni 2025 in Verkehr gebracht, und für bestimmte Dienstleistungen, die nach diesem Tag für Verbraucher erbracht werden. PDFs, die als Teil einer solchen Dienstleistung zum Download bereitstehen, fallen in der Regel unter den Geltungsbereich. Bei Verstößen drohen nach §37 BFSG Bußgelder von bis zu 100.000 €. Mehr zu den BFSG-Anforderungen.

Typische Dokumenttypen, die wir barrierefrei erstellen

Formulare und Antragsunterlagen

Behördenformulare, Versicherungsanträge, Registrierungsformulare und Bestelldokumente – mit vollständig beschrifteten Feldern, korrekter Tab-Reihenfolge und Screenreader-verständlichen Hinweis- und Fehlertexten.

Berichte und Geschäftsdokumente

Jahres- und Nachhaltigkeitsberichte, Produktkataloge, Preislisten und technische Dokumentationen mit korrekt getaggten Tabellen, Infografiken mit Alt-Texten und strukturierten Überschriftenhierarchien.

Broschüren und Marketingmaterial

Unternehmensbroschüren, Produktflyer, Präsentationsfolien als PDF – oft komplex layoutet und besonders anfällig für Lesereihenfolge-Probleme. Wir korrigieren Spaltenstrukturen, Flyout-Grafiken und komplexe Informationsgrafiken.

Schulungsunterlagen und Handbücher

Technische Handbücher, Bedienungsanleitungen, Schulungsfolien und E-Learning-Materialien, die auch für Menschen mit Seheinschränkungen oder motorischen Einschränkungen vollständig nutzbar sein müssen.

Rechtsdokumente und Verträge

AGB, Datenschutzerklärungen, Verträge und behördliche Bescheide – Dokumente, bei denen die Nutzung durch alle Personengruppen nicht nur eine Anforderung, sondern eine rechtliche und ethische Selbstverständlichkeit ist.

Technische Dokumentationen

Datenblätter, Spezifikationen, API-Dokumentationen und technische Anleitungen mit komplexen Tabellen, Codefragmenten und verschachtelten Listenstrukturen, die korrekt in die Tag-Hierarchie überführt werden.

Barrierefreie PDFs aus Ihrer Autorensoftware

Die effizienteste Methode für barrierefreie PDFs beginnt nicht in Acrobat, sondern in der Quelldatei. Microsoft Word, InDesign, LibreOffice und PowerPoint bieten Exportoptionen für barrierefreie PDFs – aber nur, wenn das Quelldokument korrekt strukturiert ist. In der Praxis fehlt diese Struktur häufig: Überschriften werden mit manueller Schriftgrößenanpassung statt mit Formatvorlagen erzeugt, Tabellen werden aus Tabulatoren zusammengesetzt, Bilder haben keine Alt-Texte. Unser Team berät Sie, wie Sie Ihre Vorlagen und Autorenprozesse so einrichten, dass zukünftige Dokumente von Anfang an barrierearm produziert werden – mit wenig Mehraufwand je Dokument.

Vergleich: Produktionswege für barrierefreie PDFs

Quelldatei-Optimierung vs. Remediation

Für Dokumente, deren Quelldatei verfügbar ist, empfehlen wir die Optimierung des Export-Prozesses: korrekte Formatvorlagen, Exporteinstellungen und Alt-Texte in der Quelldatei. Für Dokumente ohne Quelldatei oder bei komplexen Layouts führen wir eine direkte Remediation in Adobe Acrobat Pro durch. Ziel beider Wege ist ein validiertes, PDF/UA-konformes Ergebnis.

  • Quelldatei verfügbar: Struktur in Word/InDesign/PowerPoint optimieren, dann barrierefreien Export konfigurieren
  • Quelldatei nicht verfügbar: Tag-Strukturierung in Adobe Acrobat Pro (Remediation)
  • Große Dokumentenbestände: Batch-Prüfung mit PAC + priorisierte Remediation nach Kritikalität
  • Neuproduktion: Template-Erstellung mit eingebetteten Barrierefreiheits-Einstellungen für Ihr Team
Weg 1 — Quelldatei verfügbar
Quelldatei
Formatvorlagen
Barrierefreier Export
PAC-Check
Weg 2 — nur PDF vorhanden
PDF
Nachträgliches Tagging
Lesereihenfolge
PDF/UA
Ziel beider Wege: ein validiertes, PDF/UA-konformes Ergebnisab 4,90 € je Seite

Was die barrierefreie PDF-Aufbereitung kostet

PDF-Barrierefreiheit: Festpreise je Seite

Transparente Festpreise je Seite statt undurchsichtiger Pauschalen. Der Seitenpreis richtet sich nach der Komplexität des Layouts; je Dokument gilt eine Mindestpauschale von 149 € für Setup, PAC-2024-Prüfung und Metadaten. Alle Preise netto.

Standard-Dokument

Text-PDFs ohne Formulare oder komplexe Tabellen.

ab 4,90 € pro Seite
  • Struktur-Tags, Lesereihenfolge und Alt-Texte
  • Dokumenttitel, Sprache und XMP-Metadaten gesetzt
  • PAC-2024-Validierung gegen das Matterhorn-Protokoll
  • Mindestpauschale 149 € je Dokument
Standard-Angebot anfragen
Formulare und Tabellen

Komplexes Dokument

Formulare, Tabellen, mehrspaltige oder stark grafische Layouts.

9,90–14,90 € pro Seite
  • Alles aus dem Standard-Umfang
  • Beschriftete Formularfelder mit Tab-Reihenfolge und Pflichtfeld-Markierung
  • Komplexe Tabellen mit korrekter Kopfzeilen-Zuordnung
  • Prüfung von Lesereihenfolge und Alternativtexten im Tag-Baum
Dokument sichten lassen

Dokumentenbestand

Hunderte bis tausende PDFs, risikobasiert priorisiert.

Mengenpreis individuell
  • Batch-Analyse und Prioritätenliste nach Kritikalität
  • Gestaffelter Seitenpreis nach Volumen
  • Remediation in Wellen mit Fortschrittsreporting
  • Interne Vorlagen und Schulung für Ihr Team
Bestand einschätzen lassen

Der finale Seitenpreis wird nach kurzer Sichtung eines Beispieldokuments verbindlich festgelegt. Fragen Sie dafür die kostenlose Erstberatung an.

AspektExport ohne FachprozessProfessionelle PDF/UA-Aufbereitung
Struktur-TagsFehlen oder sind unvollständigVollständig und hierarchisch korrekt
LesereihenfolgeFolgt zufällig dem LayoutIm Dokument-Baum semantisch gesetzt
Alt-TexteHäufig nicht vorhandenFür jede informationstragende Grafik
FormularfelderOhne Beschriftung, für Screenreader stummBeschriftet mit korrekter Tab-Reihenfolge
PrüfungKeine oder nur SichtkontrollePAC 2024 plus Prüfung des Tag-Baums
NachweisBFSG-Anforderung nicht nachweisbarNachweis für die Barrierefreiheitserklärung

Abgrenzung: Was barrierefreie PDFs leisten – und wo Grenzen liegen

PDF/UA-konforme Dokumente sind technisch zugänglich für Screenreader-Nutzer und Menschen, die Dokumente per Tastatur navigieren. Sie bilden die technische Grundlage, um die Anforderungen des BFSG und der EN 301 549 an Dokumente zu erfüllen. Was PDF/UA nicht adressiert, ist die Verständlichkeit des Inhalts selbst: Komplexe Fachsprache, unklare Formulierungen und fehlende Leichte-Sprache-Versionen sind keine Barrierefreiheitsprobleme im technischen Sinne, können aber dennoch erhebliche Hürden für Menschen mit kognitiven Einschränkungen darstellen. Wenn Sie auch in diesem Bereich Unterstützung suchen: Unsere ergänzende Leistung Leichte Sprache adressiert genau diesen Bereich.

Barrierefreie PDFs ersetzen keine barrierefreie Website. Wenn möglich, empfehlen wir, Inhalte primär als barrierefreie HTML-Seiten bereitzustellen und PDFs nur für Druckversionen oder rechtlich erforderliche Dokumentenformen einzusetzen. Diese Empfehlung ist im Einklang mit dem BFSG-Ansatz, der digitale Zugänglichkeit über den gesamten Nutzungsweg fordert. Für Ihren kompletten digitalen Auftritt begleitet Sie unsere barrierefreie Webentwicklung.

Massenkonvertierung: Bestehende Dokumentenbestände barrierefrei machen

Viele Organisationen verfügen über Hunderte oder Tausende von PDFs, die im Laufe der Jahre entstanden sind und nun barrierefrei gestellt werden müssen. Eine vollständige manuelle Remediation aller Dokumente ist in diesen Fällen oft weder wirtschaftlich sinnvoll noch zeitlich realistisch. Unser Vorgehen bei großen Dokumentenbeständen orientiert sich an einer risikobasierten Priorisierung: Welche Dokumente werden am häufigsten abgerufen? Welche sind für rechtlich relevante Prozesse (Vertragsabschluss, Antragsstellung, Beschwerdeverfahren) unverzichtbar? Welche richten sich an Zielgruppen, die besonders häufig von Barrierefreiheitsproblemen betroffen sind? Diese Fragen bestimmen die Reihenfolge der Bearbeitung.

  • Batch-Analyse aller PDFs mit PAC und Prüfskripten für eine Prioritätenliste
  • Kategorisierung nach Kritikalität: rechtlich relevant, häufig abgerufen, zielgruppenrelevant
  • Remediation in Wellen nach Priorität, beginnend mit kritischen und hochfrequentierten Dokumenten
  • Aufbau interner Vorlagen und Export-Workflows, damit neue Dokumente bereits barrierefrei entstehen
  • Fortschrittsreporting mit Nachweis des aktuellen Konformitätsstands für Ihre Barrierefreiheitserklärung
  • Schulung Ihrer Mitarbeitenden für nachhaltig barrierefreie Dokumentenproduktion

Qualitätssicherung: Wie wir barrierefreie PDFs prüfen

Unsere Qualitätssicherung besteht aus drei aufeinander aufbauenden Prüfebenen. Zunächst setzen wir den PAC 2024 (PDF Accessibility Checker) ein – ein kostenloses Werkzeug zur automatisierten Prüfung von PDFs gegen das Matterhorn-Protokoll. PAC deckt viele Anforderungen der PDF/UA-Norm ab und gibt für jeden fehlgeschlagenen Checkpunkt eine genaue Fehlerlokalisierung aus. Diese Prüfung erfasst vor allem strukturelle Fehler.

Auf die PAC-Prüfung folgt die Prüfung der Tag-Struktur, der Lesereihenfolge und der Alternativtexte im Acrobat-Zugänglichkeitsfenster. Hier werden Qualitätsprobleme aufgedeckt, die automatisierte Tools zwar als "vorhanden" akzeptieren, aber inhaltlich unzureichend sind – etwa Alt-Texte, die lediglich den Dateinamen wiederholen. Erst wenn alle drei Prüfebenen bestanden sind, gilt ein Dokument als abgenommen. Der gesamte Prüfprozess ist transparent dokumentiert und für Sie nachvollziehbar.

Dokumente jenseits des Standardfalls

Die Grundlagen zu Tags, Lesereihenfolge und PDF/UA fasst der Beitrag zu barrierefreien PDFs und Dokumenten zusammen. Für Verlage, Hochschulen und Händler digitaler Bücher gelten zusätzlich die Regeln aus dem Beitrag zu E-Books und EPUB-Pflichten. Und wenn ein Dokument umfangreiche Zahlenwerke enthält, hilft der Beitrag zu barrierefreien Datentabellen bei der Struktur.

Das Wichtigste in Kürze

  • Barrierefreie PDF-Aufbereitung ab 4,90 € je Seite (Standard-Layout) zzgl. 149 € Mindestpauschale je Dokument — komplexe Dokumente 9,90 bis 14,90 € je Seite
  • Vier Kernbereiche entscheiden über die Zugänglichkeit: Struktur-Tags, Lesereihenfolge, Alt-Texte und zugängliche Formulare
  • Jedes Dokument wird mit PAC 2024 gegen das Matterhorn-Protokoll geprüft, Tag-Baum und Lesereihenfolge zusätzlich im Einzelnen
  • Das BFSG gilt seit dem 28. Juni 2025; bei Verstößen drohen nach §37 Bußgelder bis zu 100.000 €
  • Große Dokumentenbestände bearbeiten wir risikobasiert in Wellen — inklusive Vorlagen und Schulung für die interne Produktion

Häufige Fragen zu barrierefreien PDFs

So könnte die Website eines Hochschulfachbereichs aussehen

Der Entwurf zeigt Aufbau und Bedienung: Studiengänge zum Eingrenzen, ein Bewerbungsweg in Schritten, ein Abschnitt zu Nachteilsausgleich und Campus-Angaben. Die Hochschule darin ist erfunden.

Entwurf
Hochschule

Fachbereich mit Studiengangfilter und Nachteilsausgleich

Ein Entwurf für einen Hochschulfachbereich: acht Studiengänge lassen sich nach Abschluss und Studienform filtern, zu jedem stehen Abschluss, Regelstudienzeit und Zulassung in derselben Reihenfolge. Die Bewerbung ist in vier Schritten beschrieben, ein eigener Abschnitt erklärt Nachteilsausgleich und Sprechzeiten der Beratung. Zur Barrierefreiheit auf dem Campus nennt der Entwurf Rampenneigung, induktive Höranlage und Bodenleitsystem — und was fehlt.

StudiengangfilterNachteilsausgleichCampus-AngabenUntertitel

Exemplarische Layoutentwürfe zur Veranschaulichung. Die gezeigten Betriebe sind erfunden; es handelt sich nicht um Kundenprojekte.

Worum geht es?

Ein Klick genügt — alles Weitere ist freiwillig.

Erzählen Sie kurz vom Projekt

Alle Angaben hier sind freiwillig.

So, wie die Adresse im Browser steht, mit oder ohne https://.

Wann soll es losgehen? (optional)
Grober Budgetrahmen (optional)

Freiwillig — festlegen müssen Sie sich damit nicht.

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