Unternehmenswebsites barrierefrei gestalten
Ihre Website ist die digitale Visitenkarte Ihres Unternehmens. Wenn sie für Menschen mit Behinderungen nicht bedienbar ist, schließen Sie potenzielle Kunden, Bewerber und Partner aus. Wir machen Ihre Unternehmenswebsite WCAG-konform: semantische Struktur, zugängliche Navigation, barrierefreie Formulare und inklusive Multimedia-Inhalte.
50+
barrierefreie Projekte
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EU-Bürger mit Behinderung
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Lighthouse Accessibility
97%
Vertragsverlängerungen
Unternehmenswebsites haben einen anderen Charakter als Online-Shops: Sie informieren statt zu verkaufen, präsentieren statt zu transagieren. Die Barrierefreiheitsanforderungen sind dadurch nicht geringer, sondern anders gelagert. Textlastige Inhalte müssen strukturiert und navigierbar sein. Bilder und Videos müssen für Menschen beschrieben werden, die sie nicht sehen oder hören können. Kontaktformulare müssen ohne Maus bedienbar und für Screenreader verständlich sein. Und die gesamte Navigation muss mit Tastatur, Sprachsteuerung und assistiven Technologien funktionieren. Ob Ihre Website bereits unter das BFSG fällt oder Sie Barrierefreiheit aus wirtschaftlicher und ethischer Überzeugung umsetzen: Wir begleiten den gesamten Prozess.
Warum Barrierefreiheit für Unternehmenswebsites relevant ist
Die Frage, ob eine Unternehmenswebsite unter das BFSG fällt, hängt davon ab, ob sie Dienstleistungen im elektronischen Geschäftsverkehr anbietet. Ein reines Informationsangebot ohne Transaktionsmöglichkeit ist derzeit nicht direkt betroffen, aber die Tendenz ist eindeutig: Die EU-Richtlinie zur Barrierefreiheit des Internets (Web Accessibility Directive) verpflichtet bereits öffentliche Stellen, und die nationalen Gesetzgeber erweitern den Kreis der Verpflichteten kontinuierlich.
Unabhängig von der gesetzlichen Pflicht gibt es starke wirtschaftliche Argumente: Eine barrierefreie Unternehmenswebsite erschließt die Zielgruppe der rund 7,8 Millionen schwerbehinderten Menschen in Deutschland (Quelle: Statistisches Bundesamt, 2024). Sie verbessert die Auffindbarkeit in Suchmaschinen, weil semantisches HTML und strukturierte Inhalte genau das sind, was Crawler auswerten. Sie reduziert die Absprungrate, weil alle Nutzer Inhalte leichter finden und verstehen. Und sie positioniert Ihr Unternehmen als verantwortungsvollen Arbeitgeber, was im Wettbewerb um Fachkräfte zunehmend relevant wird.
Die typischen Barrieren auf Unternehmenswebsites
Fehlende Inhaltsstruktur
Überschriften, die nur visuell gestaltet, aber nicht als H1-H6 ausgezeichnet sind. Fehlende Landmarks (nav, main, aside, footer). Absätze ohne logische Gliederung. Screenreader-Nutzer können sich nicht orientieren und müssen jeden Text von Anfang bis Ende lesen.
Nicht zugängliche Navigation
Mega-Menüs, die nur bei Maus-Hover aufklappen. Mobile Hamburger-Menüs ohne ARIA-Attribute. Breadcrumbs ohne semantische Auszeichnung. Nutzer mit Tastatur oder Screenreader können nicht durch die Website navigieren.
Bilder ohne Kontext
Team-Fotos, Büroansichten und Infografiken ohne oder mit generischen Alt-Texten. Dekorative Bilder, die nicht als solche markiert sind und den Screenreader-Nutzer mit irrelevanten Informationen überfluten.
Multimedia ohne Alternativen
Unternehmensvideos ohne Untertitel und ohne Transkript. Podcasts ohne Textalternative. Animierte Infografiken ohne barrierefreie Aufbereitung der dargestellten Daten.
Unzugängliche Kontaktformulare
Formularfelder ohne Labels, Pflichtfelder ohne Kennzeichnung, Fehlermeldungen, die nur visuell dargestellt werden. CAPTCHAs, die nicht von assistiven Technologien gelöst werden können.
PDF-Dokumente ohne Struktur
Geschäftsberichte, Produktblätter und Pressemitteilungen als gescannte oder nicht-getaggte PDFs. Screenreader können diese Dokumente nicht auslesen und interpretieren sie als leere Seiten.
Semantische Struktur: Das Fundament barrierefreier Websites
Barrierefreiheit beginnt bei der Struktur. Ein sehender Nutzer erkennt die Gliederung einer Seite anhand von Schriftgrößen, Abständen und visueller Hierarchie. Ein blinder Nutzer ist auf die semantische Auszeichnung im HTML angewiesen: H1 für die Hauptüberschrift, H2 für Hauptabschnitte, H3 für Unterabschnitte. Landmarks wie nav, main, aside und footer ermöglichen die schnelle Navigation zu bestimmten Seitenbereichen. Listen als ul/ol, Tabellen als table mit korrektem thead und th, Zitate als blockquote. Diese HTML-Elemente sind nicht neu, aber sie werden auf den meisten Unternehmenswebsites nicht korrekt eingesetzt.
Wir überarbeiten die semantische Struktur Ihrer Website, ohne das visuelle Design zu verändern. Die Überschriftenhierarchie wird bereinigt, Landmarks werden eingefügt, Listen und Tabellen werden korrekt ausgezeichnet, und interaktive Elemente erhalten die passenden ARIA-Rollen. Das Ergebnis: Screenreader-Nutzer können durch die Seite navigieren, sich einen Überblick verschaffen und gezielt zu den gewünschten Inhalten springen, genau wie sehende Nutzer es visuell tun.
Navigation und Menüs barrierefrei gestalten
Die Navigation ist der häufigste Interaktionspunkt einer Unternehmenswebsite. Hauptmenü, Untermenüs, Breadcrumbs, Footer-Navigation und sprachspezifische Menüs müssen für alle Nutzer bedienbar sein. Ein Mega-Menü, das nur bei Maus-Hover aufklappt, ist für Tastaturnutzer unsichtbar. Ein Hamburger-Menü ohne aria-expanded-Attribut verrät Screenreader-Nutzern nicht, ob es geöffnet oder geschlossen ist.
Wir implementieren Menüs nach den WAI-ARIA Authoring Practices: Menüpunkte sind per Tab erreichbar, Untermenüs öffnen per Enter oder Pfeil-nach-unten und schließen per Escape. Der Fokus wird beim Öffnen eines Untermenüs auf den ersten Eintrag gesetzt und beim Schließen auf den auslösenden Menüpunkt zurückgeführt. Mobile Menüs erhalten aria-expanded, aria-controls und role-Attribute. Skip-Links am Seitenanfang ermöglichen Tastaturnutzern das Überspringen der Navigation.
Kontaktformulare und interaktive Elemente
Das Kontaktformular ist auf vielen Unternehmenswebsites der wichtigste Konversionspunkt. Ein unzugängliches Formular bedeutet, dass potenzielle Kunden Ihr Unternehmen nicht kontaktieren können. Wir stellen sicher, dass jedes Eingabefeld ein sichtbares und programmatisch verknüpftes Label hat, Pflichtfelder über aria-required und visuellen Hinweis gekennzeichnet sind, Fehlermeldungen mit dem jeweiligen Feld verknüpft und beim Auftreten fokussiert werden. Platzhaltertexte ersetzen keine Labels, weil sie beim Eingabebeginn verschwinden und den Kontext verlieren.
Darüber hinaus prüfen wir alle interaktiven Elemente auf Tastaturzugänglichkeit: Akkordeons müssen per Enter/Space geöffnet und per Escape geschlossen werden können. Tab-Panels müssen per Pfeiltasten navigierbar sein. Lightboxen müssen den Fokus einfangen und beim Schließen zurückführen. Slider und Karussells müssen pausierbar sein und dürfen automatische Inhaltsänderungen nur mit Nutzerbestätigung durchführen.
Unser Ansatz für Unternehmenswebsites
Bestandsaufnahme und Inhaltsanalyse
Wir analysieren Ihre Website-Struktur, Seitentypen und Inhaltsformate. Welche Seiten haben den höchsten Traffic? Welche Inhalte sind geschäftskritisch? Wo entstehen die häufigsten Nutzerinteraktionen? Daraus leiten wir den Prüfumfang ab.
Typische Barrieren auf Unternehmenswebsites
Unternehmenswebsites weisen andere Barrieremuster auf als Online-Shops. Die häufigsten Probleme sind: fehlende oder nichtssagende Alternativtexte für Bilder, insbesondere bei Team-Fotos und Infografiken, unzureichende Überschriftenstrukturen, die Screenreader-Nutzern die Navigation erschweren, unzugängliche Kontaktformulare ohne korrekte Label-Zuordnung und Fehlermeldungen, sowie Slider und Karussell-Elemente, die per Tastatur nicht steuerbar sind. Unsere Audits decken diese typischen Schwachstellen systematisch auf und liefern konkrete Lösungsvorschläge, die Ihr Entwicklungsteam oder Ihre Agentur direkt umsetzen kann.
Barrierefreiheit und Suchmaschinenoptimierung
Barrierefreiheit und SEO überschneiden sich in vielen Bereichen: Semantisches HTML, korrekte Überschriftenstrukturen, beschreibende Linktexte und Alternativtexte sind sowohl für Screenreader als auch für Suchmaschinen-Crawler relevant. Eine barrierefreie Website ist deshalb fast immer auch eine suchmaschinenfreundliche Website. Unsere Optimierungen verbessern nicht nur die Zugänglichkeit, sondern wirken sich in der Regel positiv auf die organische Sichtbarkeit aus. Diesen Doppeleffekt nutzen wir gezielt: Jede Barrierefreiheitsmaßnahme wird auch unter SEO-Gesichtspunkten bewertet und priorisiert, sodass Sie mit einer Investition zwei Ziele gleichzeitig erreichen.
Für Unternehmen, die ihre Website langfristig barrierefrei halten möchten, bieten wir Schulungen für Redakteure und Entwickler an. Darin vermitteln wir praxisnahes Wissen: Wie werden Alternativtexte korrekt formuliert? Welche Überschriftenstruktur ist semantisch richtig? Wie gestaltet man zugängliche Formulare und Navigationen? Dieses Wissen versetzt Ihr Team in die Lage, neue Inhalte von Anfang an barrierefrei zu erstellen, statt Barrieren nachträglich beheben zu müssen.
Für laufende Projekte bieten wir Compliance-Monitoring an: Automatisierte Prüfungen erkennen neue Barrieren, die durch Content-Updates oder Design-Änderungen entstehen, und regelmäßige manuelle Stichproben stellen sicher, dass die erreichte Konformität dauerhaft erhalten bleibt.
Barrierefreiheit ist keine einmalige Maßnahme, sondern ein fortlaufender Prozess. Neue Inhalte, Design-Updates und technische Änderungen können jederzeit neue Barrieren einführen. Unsere Monitoring-Lösung erkennt solche Regressionen automatisiert und ermöglicht eine schnelle Korrektur, bevor Nutzer oder Prüfstellen die Barriere bemerken.