Digitale Barrierefreiheit für den Wirtschaftsraum Hannover
Seit dem 28. Juni 2025 verpflichtet das Barrierefreiheitsstärkungsgesetz Unternehmen zur Zugänglichkeit digitaler Angebote. Für Hannoversche Unternehmen, ob Onlinehändler, Dienstleister oder Behörde, bedeutet das: Websites und Shops müssen WCAG 2.2 AA erfüllen. Wir prüfen, beraten und setzen um, direkt aus der Region.
50+
barrierefreie Projekte
30min
nach Hannover
WCAG2.2
Konformitätsstufe AA
100/100
Lighthouse Accessibility
Hannover ist ein bedeutender Wirtschaftsstandort mit einem breiten Branchenmix: Versicherungen, Logistik, Verwaltung, Handel und produzierendes Gewerbe. Die meisten dieser Unternehmen betreiben Websites und Online-Shops, die seit dem Inkrafttreten des BFSG den Anforderungen der digitalen Barrierefreiheit genügen müssen. Die Realität sieht anders aus: Viele Websites im Raum Hannover weisen grundlegende Zugänglichkeitsbarrieren auf, die Menschen mit Sehbehinderungen, motorischen Einschränkungen oder kognitiven Beeinträchtigungen den Zugang erschweren oder unmöglich machen. Wir helfen Hannoverschen Unternehmen, diese Lücken zu schließen, mit systematischen Audits, gezielter Umsetzung und nachhaltiger Schulung.
Das BFSG und seine Bedeutung für Hannoversche Unternehmen
Das Barrierefreiheitsstärkungsgesetz (BFSG) setzt die europäische Richtlinie (EU) 2019/882 in deutsches Recht um und gilt seit dem 28. Juni 2025. Es betrifft Produkte und Dienstleistungen im elektronischen Geschäftsverkehr: Online-Shops, Buchungsportale, Zahlungsdienste und digitale Dienstleistungen. Die Anforderungen orientieren sich an der europäischen Norm EN 301 549, die wiederum auf den Web Content Accessibility Guidelines (WCAG) 2.1 aufbaut. Wir empfehlen die Umsetzung nach WCAG 2.2 AA, dem aktuellen Standard, der auch zukünftige Anforderungen abdeckt.
Für Hannoversche Unternehmen bedeutet das konkret: Jeder Online-Shop, der Waren oder Dienstleistungen an Verbraucher verkauft, muss barrierefrei zugänglich sein. Das betrifft nicht nur den Bestellprozess, sondern auch die Produktsuche, die Navigation, die Kontoerstellung, den Checkout und die Zahlungsabwicklung. Verstöße können mit Bußgeldern geahndet werden. Aber abseits der gesetzlichen Pflicht gibt es einen handfesten wirtschaftlichen Grund: Rund 7,8 Millionen schwerbehinderte Menschen leben in Deutschland (Quelle: Statistisches Bundesamt, 2024). Barrierefreiheit erschließt eine Kundengruppe, die bisher systematisch von digitalen Angeboten ausgeschlossen war.
Was wir für Hannoversche Unternehmen leisten
WCAG-Audit und Bestandsaufnahme
Systematische Prüfung Ihrer Website oder Ihres Shops gegen WCAG 2.2 AA. Automatisierte Tests mit Axe und Lighthouse ergänzt durch manuelle Prüfung mit Screenreadern und Tastaturnavigation. Detaillierter Bericht mit priorisierten Maßnahmen.
Technische Umsetzung
Behebung der identifizierten Barrieren im HTML, CSS und JavaScript. ARIA-Attribute, semantische Strukturierung, Kontrastanpassungen, Tastaturnavigation, Fokus-Management und Skip-Links. Wir arbeiten direkt im Code Ihres bestehenden Systems.
Barrierefreiheitserklärung
Erstellung der gesetzlich vorgeschriebenen Erklärung zur Barrierefreiheit nach BFSG-Vorlage. Dokumentation des Konformitätsstatus, bekannter Einschränkungen und des Feedback-Mechanismus für Nutzer.
Schulung für Ihr Team
Praxisorientierte Workshops vor Ort in Hannover: Barrierefreie Inhalte erstellen, Bilder mit Alt-Texten versehen, Formulare zugänglich gestalten, Videos untertiteln. Damit Ihr Team Barrierefreiheit im Alltag leben kann.
Laufende Überwachung
Kontinuierliches Monitoring der Barrierefreiheit bei Content-Änderungen. Automatisierte Prüfungen bei jedem Deployment, quartalsweise manuelle Stichproben und Reportings an Ihre Compliance-Abteilung.
Rechtliche Absicherung
Dokumentation aller Maßnahmen als Nachweis der Compliance-Bemühungen. Wir arbeiten eng mit Rechtsberatungen zusammen und können bei Bedarf sachverständige Stellungnahmen zur BFSG-Konformität Ihrer Angebote erstellen.
Typische Barrieren auf Hannoverschen Websites
In unserer Arbeit mit Unternehmen aus dem Raum Hannover stoßen wir auf wiederkehrende Zugänglichkeitsbarrieren, die sich durch nahezu alle Branchen ziehen. Die häufigsten Probleme betreffen fehlende Alternativtexte für Bilder, unzureichende Farbkontraste, nicht tastaturzugängliche Menüs, fehlende Formular-Labels und Videos ohne Untertitel. Diese Barrieren sind keine bewussten Entscheidungen, sondern das Ergebnis einer Webentwicklung, die Barrierefreiheit bisher nicht als Anforderung kannte.
Kontrast- und Farbprobleme
Texte auf farbigen Hintergründen, die den Mindestkontrast von 4,5:1 unterschreiten. Informationen, die nur über Farbe vermittelt werden, etwa rote Fehlermeldungen ohne Icon oder Texthinweis. Besonders häufig in modernen Designs mit hellen Grautönen.
Tastaturzugänglichkeit
Dropdown-Menüs, die nur per Maus bedienbar sind. Modale Dialoge, die den Tastaturfokus nicht einfangen. Interaktive Elemente ohne sichtbaren Fokusindikator. Diese Barrieren betreffen Menschen, die keine Maus verwenden können.
Semantik und Struktur
Überschriften, die nur visuell hervorgehoben, aber nicht als H1-H6 ausgezeichnet sind. Listen, die als Absätze formatiert sind. Tabellarische Daten ohne Tabellenstruktur. Screenreader verlieren hier die Orientierung.
Medien und Alternativtexte
Bilder ohne Alt-Text oder mit generischen Texten wie 'Bild' oder 'Foto'. Dekorative Bilder, die nicht als solche markiert sind. Videos ohne Untertitel und ohne Audiodeskription. Dokumente, die nicht als PDF/UA bereitgestellt werden.
Vor-Ort-Workshops und Schulungen in Hannover
Barrierefreiheit ist kein einmaliges Projekt, sondern eine dauerhafte Anforderung an jeden, der Inhalte erstellt, Designs entwirft oder Code schreibt. Deshalb bieten wir praxisorientierte Schulungen an, die wir direkt bei Ihnen in Hannover durchführen. Ihre Redakteure lernen, barrierefreie Texte zu verfassen und Bilder korrekt zu beschreiben. Ihre Designer verstehen, wie Kontraste, Schriftgrößen und Abstände die Zugänglichkeit beeinflussen. Ihre Entwickler erfahren, wie ARIA-Attribute, Fokus-Management und semantisches HTML zusammenspielen.
Die Schulungen basieren auf Ihren eigenen Systemen und Inhalten. Wir arbeiten nicht mit abstrakten Beispielen, sondern zeigen an Ihren realen Seiten, wo Barrieren bestehen und wie sie behoben werden. Teilnehmer können direkt Fragen zu ihren täglichen Aufgaben stellen und erhalten sofort anwendbare Lösungen. Nach der Schulung steht ein Leitfaden zur Verfügung, der die wichtigsten Regeln für barrierefreie Inhalte zusammenfasst.
Unser Prüf- und Umsetzungsprozess
Erstgespräch und Scope-Definition
Wir besprechen den Umfang Ihres digitalen Angebots, identifizieren die BFSG-relevanten Bereiche und definieren den Prüfumfang. Nicht jede Unterseite muss gleichzeitig geprüft werden. Wir priorisieren nach Geschäftsrelevanz und Nutzungsfrequenz.
Regionale Kompetenz für Hannoversche Unternehmen
Unser Büro in Söhlde bei Hildesheim liegt etwa 30 Autominuten von Hannover entfernt. Diese Nähe ermöglicht persönliche Vor-Ort-Termine für Kickoff-Meetings, Audit-Präsentationen und Schulungen, ergänzt durch die Effizienz der Remote-Zusammenarbeit für Audits und technische Remediation. Für Hannoversche Unternehmen, die einen Barrierefreiheitspartner mit persönlicher Erreichbarkeit und regionaler Verbundenheit suchen, bieten wir die Kombination aus tiefem Fachwissen und kurzen Wegen. In über 50 Barrierefreiheitsprojekten haben wir Erfahrung mit den Branchen und Technologien gesammelt, die in der Wirtschaftsregion Hannover vertreten sind.
Barrierefreiheit und Wirtschaftlichkeit
Die Investition in Barrierefreiheit zahlt sich wirtschaftlich aus. In Deutschland leben rund 7,8 Millionen (Statistisches Bundesamt, 2023) schwerbehinderte Menschen, hinzu kommen Millionen mit vorübergehenden oder altersbedingten Einschränkungen. Ein barrierefreier Webauftritt erschließt diese Zielgruppe und verbessert gleichzeitig die Nutzererfahrung für alle Besucher. Semantisches HTML und korrekte Strukturierung wirken sich zudem positiv auf die Suchmaschinenplatzierung aus. Unsere Projekte zeigen, dass barrierefreie Websites im Regelfall bessere Core Web Vitals, niedrigere Absprungraten und höhere Verweildauern aufweisen als ihre nicht-optimierten Pendants.
Unser Angebot für Hannoversche Unternehmen umfasst das gesamte Spektrum der digitalen Barrierefreiheit: Von der initialen BFSG-Einordnung über den WCAG 2.2 Audit und die technische Remediation bis hin zu Schulungen für Ihr Team. Jedes dieser Module kann einzeln beauftragt oder als Gesamtpaket gebucht werden. Im kostenlosen Erstgespräch beraten wir Sie, welche Maßnahmen für Ihre spezifische Situation am sinnvollsten sind.
In der Wirtschaftsregion Hannover betreuen wir Unternehmen verschiedener Branchen: von E-Commerce-Unternehmen, die ihre Online-Shops BFSG-konform machen müssen, über Unternehmenswebsites im B2B-Bereich bis hin zu Webanwendungen mit komplexen interaktiven Elementen. Diese branchenübergreifende Erfahrung fließt in jedes neue Projekt ein und ermöglicht schnelle, fundierte Einschätzungen.