Wie verändert sich die Barrierefreiheitslandschaft in den kommenden Jahren?
Die Standards entwickeln sich weiter, aber nicht sprunghaft. Das W3C arbeitet an WCAG 3.0, die einen grundlegend neuen Bewertungsansatz verfolgt: Statt binärer Pass/Fail-Prüfung pro Kriterium soll ein abgestuftes, ergebnisorientiertes Scoring-Modell treten, das die tatsächliche Nutzbarkeit stärker gewichtet.
Wichtig für die Planung: WCAG 3.0 befindet sich im Draft-Stadium, eine Verabschiedung wird nicht vor 2027 erwartet, und selbst danach folgt eine lange Übergangszeit. Die für das BFSG relevante EN 301 549 dürfte zunächst auf WCAG 2.2 nachziehen.
Das bedeutet: Wer heute auf WCAG 2.2 AA setzt, investiert nicht in eine Sackgasse, sondern baut ein solides Fundament. Eine sauber umgesetzte Barrierefreiheit überträgt sich weitgehend auf künftige Standards. Wie wir das praktisch verankern, lesen Sie unter Leistungen.
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