Was sind die WCAG und welche Version gilt?
Kurz und einfach erklärt
Die WCAG sind Regeln für barrierefreie Webseiten. Sie gelten weltweit. Inhalte sollen gut zu sehen, zu bedienen und zu verstehen sein. Sie sollen auch mit vielen Geräten gehen.
Für das Gesetz zählt eine Norm der EU. Sie stützt sich auf die WCAG.
Wir raten, nach der neuen Fassung der WCAG zu prüfen. Sie enthält auch neue Punkte, etwa zum Fokus und zu Zielen beim Tippen.
Die Web Content Accessibility Guidelines (WCAG) sind der international maßgebliche Standard für barrierefreie Webinhalte, herausgegeben vom World Wide Web Consortium (W3C). Sie sind um vier Prinzipien organisiert: wahrnehmbar, bedienbar, verständlich und robust. Die aktuelle Version ist WCAG 2.2, veröffentlicht im Oktober 2023.
Die für das BFSG maßgebliche Norm EN 301 549 bildet in ihrer Fassung V3.2.1 die WCAG 2.1 AA ab. Die im September 2026 veröffentlichte Fassung V4.1.1 übernimmt WCAG 2.2; bis sie im Amtsblatt der EU zitiert ist, bleibt V3.2.1 der Bezugspunkt (Quelle: AccessibleEU). Wir empfehlen deshalb WCAG 2.2 AA als Prüfmaßstab: Er umfasst die Anforderungen der WCAG 2.1 AA und ergänzt neue Kriterien etwa zu Fokus-Sichtbarkeit, Zielgrößen für Touch-Bedienung und vereinfachter Authentifizierung.
Wer heute auf 2.2 setzt, ist damit bereits auf die neue Fassung der EN-Norm ausgerichtet. Wie wir diese Kriterien praktisch umsetzen, zeigen wir auf der Seite zur barrierefreien Webentwicklung.